Gute „Atmo“ Klausurenraum

Wir erbringen unsere Leistungsnachweise in angenehmer Atmosphäre!

Es gibt viele schöne Orte an unserer Schule, aber der Klausurenraum war keiner davon, stellte ein Psychologiekurs unseres beruflichen Gymnasiums fest. Der Kurs fand durch eine Befragung der MitschülerInnen heraus, wie unattraktiv, kalt und unbehaglich dieser Raum wahrgenommen wird.

Die Kursmitglieder nahmen diese Ergebnisse zum Anlass die Recherche und Befragung auszuweiten und befragten SuS, unterschiedlicher Bildungsgänge, wie ein Klausurenraum gestaltet sein solle, um dort gut und gerne Leistungsnachweise zu erbringen.

Unser FS Profilkurs Selbstdarstellung/Selbstinszenierung legte dann im Wintersemester los und gestaltete den Raum, auf Basis der Befragungsergebnisse, um.

Ende Januar war es dann endlich soweit, der Klausurenraum wurde fertigstellt!

Wir wünschen euch dort gute Ideen, Konzentration und viel Erfolg!

Unser Grünes Klassenzimmer ist fertig!

Grünes Klassenzimmer an der BS18: was lange währt wird endlich gut!

Mehr als dreieinhalb Jahre nach den ersten Ideen und Entwürfe im Herbst 2020 und mehr als zwei Jahre, nachdem das Projekt bereits im Rahmen des W.I.R-Anreizprogramms von FMHH/HEOS ausgezeichnet wurde ist nun, Ende Januar 2024 die hufeisenförmige Konstruktion der kombinierten Bänke und Tischflächen endlich auf dem Schulgelände installiert worden. Entstanden ist ein ganz besonderer Lernort.

Bis dahin war es ein langer Weg: ausgehend von vom RUK-Team entwickelten, von Kunstlehrerin und RUK-Teammitglied Alexandra Härtel skizzierten Entwürfen gab es zahlreiche Schulteamsitzungen und Vor-Ort-Termine mit Vetreter:innen des HIBB, der Schulleitung, verschiedenen Objektmanagern von FMHH, dem LIG dem RUK-Team und dem schließlich ausführenden Bauunternehmen. Die genaue Form und Positionierung mussten besprochen, Materialien und Farbgebung ausgesucht, Detailentwürfe erstellt, verändert und freigegeben werden, bevor die Konstruktion schließlich in langlebigen Modulen aus Metall und Verbundmaterialien hergestellt, angeliefert und vor Ort auf vorbereitete Fundamente montiert werden konnte.

Der Clou an der Konstruktion: eine Klasse oder Lerngruppe kann wahlweise zeitgleich auf mehreren Etagen sitzen und im Halbkreis miteinander sprechen oder teils sitzend, teils im Stehen auf Tischoberflächen schreiben, zeichnen oder malen. Arbeitsmaterialien können mithilfe von Magneten befestigt und vor dem Wegwehen durch Wind geschützt werden. Dazu lädt der Ort auch in den Pausen zum Verweilen in ruhiger, naturnaher und im Sommer schattig-kühler Umgebung ein.

Im Frühling werden die letzten Spuren der Bautätigkeiten verschwunden und das Grüne Klassenzimmer zu einem abwechslungsreichen und bel(i)ebten neuen Lernort an der Beruflichen Schule Hamburg-Harburg machen.

Erste Pläne vom Grünen Klassenzimmer

Unser Klassenzimmer im grünen Göhlbachtal 

Unterricht outdoor
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Im Sommer im Schatten der Bäume

Ausgezeichnete Vielfalt

Delegation der BS18 reist für „fair@school“ nach Berlin zur Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Alles begann mit zwei aufmerksamen Schülerinnen, die ein rassistisches Schminkbuch für Faschingsfeste in Kindertageseinrichtungen in unserer Mediathek fanden. Es folgte ein Projekttag zum Umgang mit diskriminierender Literatur, in dem  Schüler:innen gemeinsam mit der damaligen Leitung der Mediathek die Idee eines neuen Gremiums entwickelten: dem Vielfaltsrat. Es sollte möglichst unterschiedliche Perspektiven in Fragen von Diskriminierung an unserer Schule beleuchten. So entstand der Vielfaltsrat, der sich aus Vertreter:innen der Schulsprecher:innen, dem Beratungsteam, Expert:innen aus der Schüler:innenschaft, den Verbindungslehrer:innen, der Schulleitung sowie der Diversity-Koordinatorin und dem Schulsozialarbeiter zusammensetzt. Unsere aktuelle Leiterin der Mediathek spielte eine tragende Rolle in der fachlichen Vernetzung mit anderen Bibliotheken. Katharina Jurgeleit stieß bei ihren Recherchen auf kein einziges Konzept zum Umgang mit diskriminierender Literatur, sondern lediglich auf die Praxis, Neuauflagen von Büchern mit rassistischen Bezeichnungen anzuschaffen. Der Vielfaltsrat entwickelte ein umfassendes Konzept mit zwei Stufen. Es gibt bei jeder überprüften Meldung einen roten Warnsticker, der abgewandelt auch im digitalen Katalog erscheint.  Bei schwerwiegenden Fällen ist das Medium nicht ausleihbar und wird in einem gesonderten Regal gelagert und kann weiterhin eingesehen werden. So bleiben Rassismus und andere Diskriminierungskategorien nachweisbar. Niemand muss mehr ohne Vorwarnung eine verletzende Erfahrung in einem geschützten Bildungsraum wie der Schulmediathek machen. 

Nach den Sommerferien setzen wir unsere Arbeit fort. Alle Nutzer:innen der Mediathek dürfen Medien zur Prüfung geben, die aus ihrer Sicht diskriminierende Inhalte aufweisen. Ein Team von Schüler:innen, Lehrer:innen und Mediatheksleitung prüft die Meldung und informiert auf Wunsch die Tippgeber:innen über die Entscheidung. 

Für diese Idee hat die BS18 beim Wettbewerb „fair@school“ von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes den 4. Platz unter 168 Schulen belegt. Obwohl wir damit nicht auf dem sinnbildlichen Treppchen gelandet sind, betonte Ferda Ataman, die Antidiskriminierungsbeauftragte der Bundesregierung, wie knapp die Entscheidung war und wie wichtig besonders das Engagement beruflicher Schulen gegen Rassismus ist.

Außerdem konnten wir Kontakt zu der Theatergruppe A.N.D.ers der Hohen Landesschule Hanau knüpfen. Mit ihrem Stück gegen Alltagsrassismus, Intoleranz und für Vielfalt setzen sie nach dem rassistischen Anschlag in Hanau 2020 ein Zeichen und kommen uns damit hoffentlich im nächsten Semester im Göhlbachtal besuchen. Wir jubelten also gemeinsam mit den anderen fantastischen Projekten für mehr Diversität, Solidarität und Zusammenhalt!