Erinnerung an migrantischen Widerstand – Zeitzeug:innengespräch mit Gülüstan Avcı und Gürsel Yıldırım
Im Rahmen der bundesweiten „Woche des Gedenkens“ erinnerte die BS18 an Ramazan Avcı, der 1985 aus rassistischen Motiven ermordet wurde. In einem Zeitzeug:innengespräch mit Gülüstan Avcı und Gürsel Yıldırım setzten sich über 80 Schüler:innen mit den Folgen rassistischer Gewalt und der Bedeutung von Aufklärung und Zusammenhalt auseinander.
Wie können wir als Schulgemeinschaft gegen aktuellen Rassismus eintreten?
Zum Beispiel, indem wir Betroffenen zuhören und gemeinsam die Verantwortung für eine rassismuskritische Gegenwart übernehmen. Die BS18 erinnerte im Rahmen der bundesweiten „Woche des Gedenkens“, anlässlich des Tags der Befreiung von Nazideutschland am 08.05.1945, an Ramazan Avcı, der 1985 im Alter von 26 Jahren aus rassistischen Gründen von HSV-Hooligans ermordet wurde. Am 03.05. führten Gülüstan Avcı, die Verlobte Ramazan Avcıs, und Gürsel Yıldırım von der Ramazan-Avcı-Initiative mit mehr als 80 Schüler:innen ein Zeitzeug:innengespräch über die Folgen von rassistischer Gewalt, erinnerungspolitische Kämpfe in Folge rassistischer Morde und Anschläge und wir dieser durch Aufklärung und Zusammenhalt begegnen können. Schüler:innen und Lehrer:innen hörten nicht nur sehr aufmerksam zu, sondern waren sichtlich beeindruckt und bewegt von den Schilderungen der Zeitzeug:innen, wie zum Beispiel der komplett unterlassenen staatlichen Unterstützung Frau Avcıs als Witwe durch rassistische Gewalt.


Die Veranstaltung lebte von der historischen Expertise Herrn Yıldırıms und ganz besonders von der persönlichen Stärke Frau Avcıs, die die Schulgemeinschaft dazu aufforderte, sich gegenseitig menschlich zu behandeln.
Teil des Gedenkens war auch die Ausstellung „Migrantischer Widerstand in Hamburg der 90er Jahre“ von Gürsel Yıldırım, zu sehen vom 29.04.-08.05. in unserem Forum. Auf 12 Tafeln dokumentiert die Ausstellung unter anderem die rassistischen Brandanschläge in Mölln, Solingen und Lübeck sowie der Mord an Ramazan Avcı hier in Hamburg an der Landwehr. Auch die Reaktionen der migrantischen Community sind dokumentiert, wie die Betroffen nach den rassistischen Anschlägen z. B. in Form von Demonstrationen und Streiks auf die Umstände und die Gewalt von Neonazis reagierten.


Wir bedanken uns als Schulgemeinschaft von Herzen bei unseren Zeitzeug:innen Gülüstan Avcı und Gürsel Yıldırım, die uns dieses Gedenken an Ramazan Avcı und die Aufklärung über jüngere Hamburger Geschichte im Kontext rassistischer Gewalt ermöglicht haben!
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